Foerderungen_Bildungsförderung

Förderstellen Deutschland

Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kann für den Zeitraum der Berufsausbildung und auch für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen beantragt werden. Die BAB wird nur gewährt, wenn der Auszubildende nicht mehr bei den Eltern wohnt. Dabei muss für Minderjährige nachgewiesen werden, dass das Wohnen bei den Eltern aus wichtigen Gründen nicht möglich ist.

Der Antrag wird bei der regional zuständigen Agentur für Arbeit gestellt und kann rückwirkend für die bereits geleistete Ausbildungszeit bis zu 6 Monate gewährt werden. Förderfähig sind alle Ausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen mit abgeschlossenem Ausbildungsvertrag, sie wird grundsätzlich nur für die erste Ausbildung gezahlt. Ob und in welcher Höhe BAB gewährt wird, ist vom Einkommen abhängig. Angerechnet werden neben dem Ausbildungsgehalt auch andere Förderungen, Einkommen von Lebenspartnern (bei Minderjährigen Einkommen der Eltern) und sonstige Nebeneinnahmen.

Weitere Ausbildungshilfen

Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres wird während der Ausbildung Kindergeld gezahlt. Wer nicht mehr bei seinen Eltern wohnt und ihnen auch sonst keine Kosten verursacht hat Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes. Wenn die BAB abgelehnt wird, kann ein Antrag auf Wohngeld gestellt werden. Voraussetzung dafür ist die eigene Wohnung und der Nachweis, dass das Einkommen der Eltern eine bestimmte Schwelle nicht überschreitet. Werden auf Grund eines zu hohen Einkommens der Eltern BAB und Wohngeld abgelehnt, sind die Eltern für die Zahlung von Unterhalt verantwortlich. Dieses Recht kann auch eingeklagt werden. Natürlich sollte dies der letzte Ausweg sein, im Notfall steht diese Option aber zur Verfügung. Nebenjobs während der Berufsausbildung sind möglich, müssen aber dem Ausbilder mitgeteilt werden. Die Erlaubnis dafür darf er nur verwehren, wenn der Nebenjob die Ausbildung negativ beeinflusst oder der Auszubildende bei einem Konkurrenzbetrieb arbeiten möchte. Dabei ist darauf zu achten, dass insgesamt die nach Arbeitszeit- oder Jugendarbeitsschutzgesetz zulässigen Zeiten nicht überschritten werden.

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